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Foto: Frank Mischo, Kindernothilfe

 

HIV & AIDS ein weltweites Problem


Im Jahr 1981 traten die ersten HIV-Fälle auf; seitdem hat sich der Virus schnell über die ganze Welt verbreitet. 2007 lebten über 33 Millionen Menschen mit dem HI-Virus, alleine in diesem Jahr starben ca. 2,1 Millionen Menschen an den Folgen der Krankheit. 2,5 Millionen Menschen infizierten sich im gleichen Jahr neu mit dem Virus.
Bis heute ist AIDS nicht heilbar. Medikamente können zwar das Immunsystem stärken und dadurch einige Beschwerden lindern und lebensverlängernd wirken, aber das Virus selbst nicht angreifen. Ein wirksames medizinisches Gegenmittel oder gar ein Impfstoff gegen den HI-Virus existieren nicht – AIDS ist also immer noch tödlich!

 

AIDS ist ein weltweites Problem, aber einen Kontinent trifft die Pandemie ganz besonders hart: Afrika. Im Afrika südlich der Sahara sind in einigen Ländern ein Drittel der Bevölkerung HIV-positiv. Zwei von drei HIV-infizierten Menschen auf der Welt und ca. 90% der weltweit infizierten Kinder leben in diesen Ländern. Die Folgen der Krankheit sind katastrophal und reichen weit in nahezu alle sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereiche hinein.

 

In den Ländern mit hoher Infektionsrate leiden alle Menschen unter der Epidemie: entweder sie sind selbst HIV-positiv, oder sie sind als Familienangehörige, Hinterbliebene, Waisen und Gemeindemitglieder betroffen.

 

AIDS ist auf viele Arten mit anderen Problemen verknüpft, sie bedingen oder verstärken sich gegenseitig:

 

So trifft AIDS vor allem die Armen der Welt – in Entwicklungsländern können sich viele Menschen einen Schulbesuch nicht leisten, können weder Lesen noch Schreiben und wissen nicht über die Gefahren von AIDS Bescheid. Menschen, die aus Armut zur Prostitution gezwungen sind, infizieren sich leicht mit dem Virus. Zudem fehlt oft der Zugang zu einem Gesundheitssystem, d.h. die Menschen können sich weder einen Arztbesuch noch Medikamente leisten, oder es gibt in ihrer Nähe einfach keine Krankenhäuser.

 

Wer AIDS hat, rutscht noch tiefer in die Armut. Verdienende Familien- oder Gemeinschaftsmitglieder sterben, Ersparnisse gehen verloren und Ausgaben für medizinische Behandlung und Beerdigungen nehmen zu: es kommt zu einem Teufelskreis.

 

Auch gesamtgesellschaftlich nimmt AIDS durch Armut und Armut durch AIDS zu: Wenn viele Menschen im arbeitsfähigen Alter sterben, sinkt die gesamte Produktivität eines Landes, was wiederum die Armut in den Ländern verstärkt. Außerdem sterben auch Lehrerinnen und Ärzte, die weitere HIV-Infektionen durch Aufklärung und medizinische Hilfe verhindern könnten.

 

All das bedeutet, dass eine wirksame Bekämpfung der Pandemie nicht möglich ist, ohne die weltweite Armut zu verringern. Umgekehrt ist die Eindämmung von HIV/AIDS eine wichtige Vorraussetzung für Armutsbekämpfung.

Es kommt also darauf an, die Spirale, den Teufelskreis aus AIDS und Armut zu durchbrechen.

(Daten: UNAIDS "AIDS epidemic update 2007")

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This project is funded by the European Union Link: Woord Daad Link: tear - tegen armoede Link: ACET - AIDS Care Education and Training Link: ZOA - Refugee Care Link: Kindernothilfe