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Versorgung und Behandlung

 

Lebensperspektiven für HIV/AIDS-Betroffene

Mit einer HIV Infektion ist man oft auf Unterstützung und Hilfe angewiesen.
Hierbei geht es allerdings nicht nur um finanzielle Hilfen für arbeitsunfähige, erkrankte Menschen, sondern auch um deren Familien. Sie stehen durch Erkrankung ehemals verdienender Angehöriger oftmals vor großer wirtschaftlicher Not.
Besonders betroffen sind Kinder, die durch HIV einen oder beide Elternteile verloren haben: Heute gibt es bereits 15 Millionen AIDS-Waisen, in wenigen Jahren werden es wahrscheinlich doppelt so viele sein. Diese Kinder brauchen deutlich mehr Unterstützung durch neue Familienmodelle: Solidar- und Dorfgemeinschaften müssen die mittlerweile gestorbenen Eltern ersetzen, um eine Versorgung der Kinder sicherzustellen. Den Kindern muss durch Bildung und Einkommen schaffende Programme geholfen werden, ihren Alltag zu meistern und neue Lebensperspektiven zu erkennen.

 

Medizinische Behandlung

Die antiretrovirale Therapie (ART) ist die am häufigsten eingesetzte Behandlungsmethode bei HIV oder AIDS. Es kann die HIV-Erkrankung nicht heilen, aber den Ausbruch von AIDS um viele Jahre verzögern, da die Medikamente die Ausbreitung des Virus im Körper verlangsamen.
Auch wenn die Behandlung in den vergangenen Jahren verbessert wurde, bedeutet eine antiretrovirale Therapie noch immer eine starke Belastung für die Patienten: es müssen täglich mehrere Pillen eingenommen werden, die starke Nebenwirkungen hervorrufen können.  Hinzu kommt, dass die Ansteckungs- und Übertragungsgefahr niemals ausgeschlossen ist.

 

Trotz der medizinischen Fortschritte, werden Betroffene oft mit den Folgen einer Erkrankung alleine gelassen und vielen fehlt der Zugang zu medizinischer Versorgung. Von den infizierten Menschen in Afrika beispielsweise erhalten nur ca. 30% die benötigten Medikamente, die den Ausbruch der Krankheit verzögern können.
HIV-infizierte Kinder benötigen besondere medizinische Versorgung, da die normalen Medikamente für Erwachsene nicht für sie geeignet sind. Es gibt Fortschritte bei der Entwicklung, doch es muss weiter geforscht werden, um kindergerechte Therapien zu entwickeln.
Bei allen Medikamentenfragen ist es sehr wichtig, dass die Medikamente auf der ganzen Welt zu bezahlbaren Preisen angeboten werden, damit es nicht eine Frage des Geldes bleibt, ob man das Virus im Körper durch diese Medizin unterdrücken und damit sein Leben verlängern kann.

 

This project is funded by the European Union Link: Woord Daad Link: tear - tegen armoede Link: ACET - AIDS Care Education and Training Link: ZOA - Refugee Care Link: Kindernothilfe